Samstag, 27. Dezember 2008

Rauhnächte - "Die Wilde Jagd"

Ich habe beschlossen nichts irgendwo abzuschreiben, um es noch das tausendste Mal zu wiederholen. Nein.
Ich las über das"Loslassen" in den Losnächten,....Überlegungen, Gedanken.....Was will ich alles loslassen? Am Anfang fällt mir da gar nichts ein, Leere, dann Fülle,.... zu viel.

Aber langsam formen sich die Gedanken zu verständlichen Gebilden, die ich in diese Welt bringen, und im Zusammenspiel aller Kräfte wandeln kann.

Auf einmal kommt eine Flut von Dingen in meinem Kopf zusammen, Gedanken überschlagen sich, erheben sich, wie rießige Wellen, , peitschen gegeneinander, brechen in sich zusammen, versinken wieder,....im großen Meer......, nichts festgehalten, nur wenig erinnert.....


Also, was will ich denn nun loslassen? Schon wieder die Frage formulierend setzt der Verstand ein, wirre Fetzen von Ritualen durchstreifen den Kopf, von Aufschreiben, Imaginieren, Verbrennen von Zetteln,....nichts Genaues......., unterbrochen von "ich-muss-noch-dies-und- das-tun-Gedanken",....rufen...Jörg kommt vom Markt zurück.


Später,.......ein ewiges Auf und Ab der Gefühle, der Situationen, Freude folgt Ärger und Wut,...und umgekehrt, zwischendurch, Einsicht, erhellende Gedanken, Ärger wogt nur noch seicht, klatscht an´s Ufer der Wandlung, verteilt sich,..... in kürzester Zeit.....

Die Freude über das wunderbare Essen, der gute Tag, gestern, hatte sich in etwas Unangenehmes verwandelt, ohne mein Zutun, am Abend, Ahnungen von erneuter Schwäche, ein Kratzen im Hals ist heute zur laufenden Nase und wiederholter Gliederschmerzen geworden.
Gedanken an "Schuld", die natürlich keiner hat. Es ist, wie es ist, und nicht mehr zu ändern,.....ich bin erkältet.



Tja, was ist denn nun mit den Rauhnächten, Speisen für die vorüberziehende "Wilde Jagd", die Geister, Frau Holla, Frau Percht, um sie zu besänftigen, Milch, Mehl, Wurst und Speck.

Aber vielleicht ist das einer der "derben Scherze", die Frau Prechtl so gerne hat, mich "ausbremst", weil sie ja, besonders in dieser Zeit, darauf achtet, dass Frauen nicht zu viel arbeiten, sich nicht allein nur auf den Haushalt reduzieren lassen.

Die Hollerbäume früh besucht, dem Murmeln des Wassers gelauscht, Göttinnen und Geister begrüßt, ....mit der Elster geredet......, Pläne für die Rauhnächte gemacht, Zweifel an der Umsetzung ob der angeschlagenen Gesundheit. Gelächelt über Erinnergedanken an voriges Jahr, wo ich so viel Kräfte mobilisierte, meine Gedanken und Pläne in diese Wirklichkeit manifestierte in Form von einem Traumfänger der vier Himmelsrichtungen, dem Ahninnentopf und dem Perchtenbeutel aus Fell, der sich wie von alleine machte, obwohl ich anfangs gar nicht wußte, wie er überhaupt aussehen sollte.

Schon so lange steht der Gedanke an einen "Redestab", der endlich umgesetzt, verwirklicht werden soll. Es sieht schlecht aus, dieses Jahr,....für diesen Plan........
Vielleicht ist die "Idee" ja auch noch nicht ausgereift, soll noch warten, bevor sie Wirklichkeit wird.

So werde ich das Räuchern, Ritualen und Schamanen noch ein paar Tage verschieben, die Anstrengungen der letzten Tage, das Nichtgutfühlen, aus den Gliedern weichen lassen, und einfach mal "ausruhen", Geist und Körper entspannen, in einem Buch, in Schokolade und Cappuccino, und viel Ruhe, so gut es eben geht, zwischen den Hausarbeiten...........

Kommentare:

Mein Lenormand Cafe hat gesagt…

...da wird einem gleich warm ums Herz:-)
Häy: jetzt ist das alles mal wieder überstanden. Wir essen heute Nudeln, damit wir endlich wieder was leichter werden;-)

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe Luiza!
Ich sitze hier mit laufender Nase, und versuche mir, auch ohne Appetit, meine Abendessen irgendwie reinzuquetschen....
Na ja, das Ingwerwasser wird´s schon richten.....und das Nasenspray,...heute Nacht.....
Wir haben auch beschlossen erst übermorgen wieder zu kochen und erst mal die Rester wegzuessen.
Aber Jörg macht da keinen Unterschied zwischen Festtagen oder keinen,.....wenn sein Bauch nach Schnitzeln schreit....grins....
Liebe Grüße, und noch einen schönen Abend.
Rosi

Anonym hat gesagt…

He Rosi,

ich hab g'meint, dass Losnacht von losen - alpenländisch für hören, horchen kommt!
Google lieber noch mal :)

Liebe Grüsse//Erika zu faul zum Anmelden

Anonym hat gesagt…

Losnächte



Gib auf Deinen Traum nun acht

in jeder einzelnen Nacht!



Jede Nacht zwischen Weihnachten und Dreikönig

steht für einen Monat und das ist nicht wenig!



Die Träume deuten Dir das kommende Jahr

zeigen Dir an was kommen kann, ganz klar!



Zwölf Nächte voller Wünsche und Magie

schenken Dir vielleicht auch Energie!



Fasse Mut und schaue Dir die Träume an,

damit der ein oder andere sich realisieren kann.

© 2003 by Andrea Redmann
Gruss//E.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe Erika!
Was für ein schönes Gedicht!
Warum hast Du das nicht als Post reingesetzt?
Ich hatte voriges Jahr mal alles aufgeschrieben, nach Stunden, was in dieser Zeit passiert,....aber eigentlich auch nicht wieder nachgeschaut, das Jahr über. Da habe ich´s dann dieses Jahr gelassen.
Im MOment schreibe ich kaum noch mein handschriftliches Tagebuch,..geschweige denn was anderes, weil,....wenig Zeit,.ko., krank....ja, mich hat´s wieder voll erwischt.
....und heute Nacht,...habe ich von meiner "Eule" geträumt. DAS ist gut!
Ganz liebe Grüße an Euch
Rosi

Anonym hat gesagt…

Hallo GreyOwl!

Weißt du, dass am Heiligen Abend und zu Silvester die Tiere um Mitternacht sprechen können? Sie unterhalten sich über die Zukunft ihrer Tierhalter,kann manchmal erschreckend sein.

Gruss schlagloch.