Montag, 12. Januar 2009

Zauberland

......die Stichworte für diese Geschichte hat "Elfe" geliefert.

Das Land hinter den Nebeln, wo Feen, Elfen, Trolle, Wasser- und Feuergeister, die Ahninnen, und die Göttinnen und Götter zu Hause sind,....und jede Hexe, hat ihre Landkarte, die nur für sie allein gültig ist.
Rosana, eine ganz normale Frau in den Vierzigern, so scheint es zumindest, nach außen, kennt diese Welt, ihre Welt, die sie so nach und nach, Stück für Stück erforscht hatte und es immer noch tut, weil da immer noch ein paar versteckte
Welten sind, die sie noch nicht entdeckt hatte.
Aber sie weiß, dass sie da sind.



Sie freut sich, und es geht ihr gut, wenn sie in diese Welt reist. Die Schwere des Körpers verlässt sie, und sie gleitet mit Leichtigkeit hinüber, zu den Ahninnen in ihren weißen Gewändern und mit ihren Laternen, die sie führen, .....sie fliegt, sie rennt, geht durch Feuer und taucht in die Tiefen der Seen und Meere, steigt auf in die Lüfte, mit dem Geist des Habichts, und Ix Chel, der Adlerfrau,.....alles ist möglich!
Erst letztens, als sie so krank war, ihr die Glieder schmerzten, und sie Fieber hatte, reiste sie an ihre Kraftorte, traf sich mit Feuergeistern wo einer davon, Lokohem war, der sie auch auf dieser Ebene begleitet, auch mit Göttinnen und Tiergeistern sprach sie.
Als erstes trifft sie jedes Mal die Ahninnen, die immer bei ihr sind, ihr den Weg zeigen, ihr zur Seite stehen, aber sie auch allein gehen lassen, wenn es gut für sie ist.
Genau wie die Ahninnen begleiten sie die Spinnenwesen, sp
ielen mit ihr, spinnen sie ein, in einen Kokon, haben Freude daran,.......und sie auch, weil sie sich geborgen und sicher fühlt, bei ihnen.



"Ich erzähle Euch von diesem Land", sagte Rosana, "aber Ihr dürft es niemandem verraten."
"Der Übergang, ist das Labyrinth, wo die Ahninnen jedesmal schon auf mich warten, denn sie wissen, wann ich komme. Sie haben weiße, weite Gewänder an, die wie große Stoffbahnen um ihren Körper geschlungen sind. Auch der Kopf ist leicht bedeckt, und es sieht aus, wie ein kunstvoll gelegtes Tuch aus denen ihre zeitlosen Gesich
ter im Schein der Lampen zu sehen sind. Sie kichern und lachen, freuen sich, dass ich endlich wieder da bin, halten ihre Laternen hoch und fragen mich, warum ich gekommen bin, um mich dahin zu geleiten, wo es Rat und Hilfe für mich gibt."

"Ich erklärte ihnen die Situation, wollte zu den Feuergeistern, fragte nach Lokohem.
""Oh, der erwartet Dich schon. Komm mit zum Platz d
es ewigen Feuers.", sagte Eine von ihnen und eilte voraus. Sie sprang mal vor, mal zurück, fast wie ein Kind, dem der Spaziergang der Eltern zu langweilig geworden war. Die Anderen konnten sich kaum halten vor lachen.
Ja, hier ging es locker, leicht und fröhlich zu, u
nbeschwert ging man seiner Wege, ohne Grenzen, Pässe, Verordnungen. Jeder wusste, was er zu tun hatte, und wie er sich verhalten sollte, was doch eigentlich selbstverständlich ist.
Der Weg ging leicht bergauf, und da sah sie es auch schon, ......das ewige Feuer, wie seine riesigen Flammen gen Himmel züngelten. Es wurde immer wärmer, und sie sah, wie die Feuergeister ausgelassen im Kreis tanzten. Ihre Stimmen verschmolzen, oder hörten sich selbst so an, wie knisterndes Holz, wenn es brennt. Lokohem kam mir freudig entgegen, hatte mich schon erwartet. Er grinste spitzbübisch und zwinkerte mir zu. "Komm zum Feuer, die, die Du Vesta und Pele nennst freuen sich auf Deinen Besuch."

Als ich mit den Göttinnen des Feuers gesprochen hatte, erwartete mich noch eine Überraschung. Die Ahninnen kamen wieder und führten mich weg vom Feuerplatz, der auf einer Anhöhe lag. Ein Stück weiter links, war auf einer anderen Erhöhung der Platz der Luftwesen, wo reger Luftverkehr herrschte. Ja, es ging zu wie auf einem Flugplatz. Große und kleine Wesen landeten und starteten, flogen in alle Richtungen, aber die meisten schlugen den Weg zur Oberen Welt ein.



Ganz weit hinten war ein hoher Berg zu sehen, auf dessen Platteau ein Steinkreis stand. Wenn ich nach unten sah, sah ich das Labyrinth, dass zu einem rießigen Baum führte an dessen Wurzeln ein Eingang zur Unteren Welt war. Wollte ich zu den Nornen, müste ich noch ein Stück weiter gehen, zu einem zweiten Eingang, wo auch immer die Ahninnen und die Spinnen dabei waren, die mich in´s unterirdische Labyrinth, durch tausend steinige Gänge begleiteten, bis ich ein helles Licht sah, und da, war das Ödland, dass erst durchlaufen werden musste, bis der Bussard oder der Adler kam, um mich auf einer schönen Wiese vor dem Haus der Nornen abzusetzen. Hinter dem Haus war Yggdrasil, und die Quelle.....


Aber wir gingen in die entgegengesetzte Richtung, wo ein wunderschönes Tor mit Rankengewächsen stand, hinter dem das Land der ewigen Wasser lag. Eine Nymphe stand da und winkte ganz aufgeregt. Sie hieß Osiphe. Ihre weich
e Hand berührte meine und wir gingen zum Wasser. "Spring hinein!", forderte sie mich unverholen auf. Hu....ich und Wasser, einfach reinpringen, .............. Aber was sollte mir hier schon passieren. Also, tat ich´s. Tiefer und tiefer tauchte ich,......eigentlich konnte ich nicht mal schwimmen, aber das, war hier egal. Doch irgendetwas hielt mich fest, umklammerte meine Beine. Ich dreht mich um, so dass ich das Licht an der Wasseroberfläche sehen konnte.
"Nicht so weit!", hörte ich Osiphe sagen, und ich kehrte um, lies mich wieder nach oben gleiten. Als ich auftauchte, reichte mir Osiphe ihre weichen Hände und half mir aus dem Wasser zu steigen. Sie lächelte. "Es war nur ein Test,.....ob du springst,......und ich freue mich auf das nächste Mal, wenn Du uns wieder besuchen kommst. Dann kann ich dir vielleicht mehr zeigen."

Der Besuch im Zauberland ging dem Ende zu, das fühlte ich. Wir gingen durch das Tor, wo rechts der Weg zur Baumfrau war, in deren Inneren es durch die Wurzeln in die tausend Schichten der Erde ging, und durch die Äste, hinauf, ins Land des Regenbogens, ins Schlangenland, zu Ayida, wo das ewige Sein ist, wo alles Eins ist, im rießigen Meer von Alles und Nichts.
Zurück durch´s Labyrinth, verabschiedete ich mich von den Ahninnen, umarmte sie, und wachte in meinem Bett wieder auf."
Als Rosana dann Mittag das Essen kochte, lies der heiße Dampf durch eine Unvorsichtigkeit eine Blase an ihrem Daumen entstehen,.... die brannte, wie Feuer. Sie ärgerte sich, weil sie doch erst vor kurzem mit Vesta und Pele gesprochen hatte.
Die Blase ging auf, alle überschüssige Hitze und das Fieber entwich, und Rosanan wurde wieder gesund. Die Wunde am Daumen schmerze schon am nächsten Tag nicht mehr. Da hatte sie verstanden..........
© Eine Geschichte von Rosi Sanchez Garcia
Quelle des zweiten Fotos: Naturfotografie und Reisefotografie Rolf Hicker

Kommentare:

Astraryllis hat gesagt…

Und wieder eine wunderschöne Geschichte.
Die Bilder sind toll. Lässt Du Dich von den Bildern beim Schreiben der Geschichte inspirieren?

Eine gute Nacht,
Astraryllis.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Astraryllis!
Danke,.....schön, wenn sie Dir gefällt!
Nein, die Geschichte habe ich schon vor Tagen fertig geschriben.
Die Bilder habe ich heute gesucht und eingefügt,....war eigentlich völlig unvorbereitet, und hatte noch einige Unterbrechungen zwischendurch...
Ich wünsche auch Dir eine geruhsame Nacht.
Liebe Grüße
Grey Owl

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe grye owl, eine schöne Geschichte mit Happy End, wenn auch einem blasenreichen...Danke...

Senioren-Lobby hat gesagt…

Die Geschichte ist wieder mal ein Highlight und die Bilder einfach fantastisch.
Sei lieb gegrüßt und Jouir la vie
Kvelli

Elfe hat gesagt…

Liebe Grye Owl

Wirklich ein richtiges Zauberland, das Du da so wunderschön beschreibst. Sich in solchen Sphären ausruhen und erholen zu dürfen, hat schon was.
Bezaubernde Bilder hast Du dazu gefunden, belebte Natur da tauche ich gerne ein. Danke Dir dafür.

Liebe Grüsse
Elfe

Regina / Mondblume hat gesagt…

Das ist wieder eine wunderschöne Geschichte, ach und die Bilder sind auch wieder total schön...Lieber Gruß Regina

Soobi hat gesagt…

Hallo,
ich bin sprachlos. Du hast wirklich Talent. Die wunderbare Geschichte und dann noch die zauberhaften Bilder. Einfach nur schön.
Meiner Nichte habe ich am Sonntag die Geschichte von Karl dem Käfer vorgelesen. Sie war begeistert.
Gruss Linda

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo, lieber Ray!
Es ist schön Dich hier zu sehen und zu wissen, dass auch Dir meine Geschichte zusagt.
Vielen Dank.
Liebe Grüße
Grey Owl

Hallo Kvelli!
Hach,...Dein "Häschen" gefällt mir so!...und ich freue mich über Deinen Besuch, und dass auch Dir meine kleine Geschichte gefällt.
Liebe Grüße
Grey Owl

Liebe Elfe!
Das war mein besonderes Geschenk für Dich,....und Danke, auch für Deines!
....und wie immer, kannst Du Dir denken, dass es nicht einfach "nur" eine Geschichte war......
Sei lieb gegrüßt
Rosi

Liebe Regina!
Ich danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast sie zu lesen....und dass sie Dir gefällt.
Liebe Grüße
Grey Owl

Hallo Linda!
Das finde ich aber wirklich nett von Dir, dass Du die Geschichte mit "Karl" Deiner Nichte vorgelesen hast. Kinder sind immer unvoreingenommen und ehrlich.
....um so schöner für mich, dass sie auch ihr gefallen hat.
Ich danke Dir.
Liebe Grüße
Grey Owl